· 

Endoskopie im Darm von Grüne Ronja

Meine größte, beeinträchtigenste und unangenehmste Beschwerde ist Durchfall während meiner Periode. Einhergehend habe ich auch außerhalb der Periode verschiedene Probleme mit meinem Darm. Ich vertrage keine Laktose, verzichte auf Gluten und kann keine Avocado mehr essen. Ich bin oft aufgebläht, habe mal Verstopfung und sonst jede Konsistenz, Dicke und Farbe an Stuhl, was man sich so vorstellen kann.

Während meiner Reha habe ich den Chefarzt auf mein Problem angesprochen und er meinte, ich solle so lange wie möglich eine Operation an meinem Darm vermeiden, weil das meistens immer mit einer Teilentfernung einhergeht. Er meinte außerdem, dass meine Beschwerden von meinen weiträumigen Verklebungen kommen. 

Da diese Antwort wenig befriedigend war, habe ich mir einen neuen Termin in der Endometriosesprechstunde an der Charité Mitte geben lassen. Dort wurde durch Tasten und im Ultraschall nichts Auffälliges gefunden, weswegen mir ein Termin für eine Endoskopie des Darms gegeben wurde.

 

Meine Endoskopie war ein ambulanter Eingriff an der Charité Mitte. Nachdem ich den üblichen Fragebogen ausgefüllt hatte, habe ich zwei 100mL-Flaschen mit Klistieraufsatz bekommen, um meinen Darm selbstständig zu reinigen. Das schwierigste daran war, die ganze Flüssigkeit in meinen Po zu drücken. Nach ca. Drei Minuten kam dann alles raus und ich konnte anschließend  im Wartebereich Platz nehmen. Ich musste nicht lange warten, bis eine Schwester mich in den Behandlungsraum geführt hat. Dort durfte ich mich untenrum frei machen und ein OP-Höschen mit Po-Schlitz anziehen. Dann habe ich mich auf meine linke Seite gelegt, die Beine an den Bauch gezogen und die Endoskopie begann.

Der Arzt war sehr freundlich, hat vorher genau erzählt, was er macht und während des Eingriffs auch nochmal alles ausführlich erklärt. Ich konnte sogar die ganze Zeit alles auf einem Monitor beobachten, was sehr interessant war. 

Zuerst wurde der Darm mit einem Finger abgetastet und dabei Gleitmittel am Eingang verstrichen. Anschließend kam die Kamera, die nicht dicker als der Finger war. Mit der Kamera konnte der Arzt auch Wasser in den Darm spülen, um Reste beiseite zu schaffen. Das war ein seltsames Gefühl, aber nicht unangenehm. Nach der Endoskopie wurde mein Enddarm mit Wasser aufgefüllt, um die Luft zu vertreiben und dann wurde der Ultraschallstab eingeführt. Der ist ebenfalls nicht dicker als der Finger und war überhaupt nicht unangenehm.

 

Alles in allem habe ich mir den gesamten Eingriff unangenehmer vorgestellt, aber durch meine liegende Position und die lockere Stimmung des Arztes, war alles ganz entspannt. Es wurde Endometriose im Darm festgestellt, die im neuen Jahr operiert wird.