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Serrapeptase gegen Verwachsungen? von Mirali

Ich habe lange überlegt, ob ich darüber berichte, denn ich habe noch keine eigenen Erfahrungen damit sammeln können, aber ich denke, es ist auf jeden Fall die Information wert.

 

Nun klingt es nicht unbedingt schön, wenn man erfährt, dass Serrapeptase das Enzym eines Bakteriums Namens Serratia ist, welches im Magen der Seidenraupe lebt. Wenn man aber erfährt, dass dieses Enzym der Seidenraupe dabei hilft, ihren Kokon aufzulösen, wenn sie ein Schmetterling werden möchte, könnte es doch interessant sein. In einem recht alten Ärzteblatt (wenn man Serrapeptase googelt findet man diese Seite sehr schnell), hat man die Wirkweise überprüft und für geeignet befunden, Verwachsungen nach Operationen zu verhindern. Zusätzlich wurde darauf hingewiesen, dass es bei Zysten und Mastitis wirken kann. Es soll unter anderem entzündungshemmend, schleimlösend und eben auch gewuchertes Gewebe entfernend sein. Man kann es gut nachlesen. Was aber hat das nun hier, bei Endometriose zu suchen? Der Teil kommt jetzt:

 

Meine Schwester hat eine Freundin, die zu Ostern 2020 operiert werden sollte. Man hatte geplant, ihre Gebärmutter zu entfernen und diverse Verwachsungen zu lösen. Bei ihr wurde Endometriose ohne Laparoskopie festgestellt. Corona verhinderte die OP und ich rätselte, woher ihre Ärztin wissen konnte, dass sie Endo hat. Wochen später berichtete mir meine Schwester ein neues Wunder: sie sei geheilt, hätte keinen Operationsgrund mehr und auch ihre Zyste im Auge sei komplett verschwunden. Alles nur wegen Serrapeptase. 

 

Okay, das war nun noch verwunderlicher und ich begann nachzuforschen was das ist. Ich verlor es aus den Augen, die Reha, Schmerzen, Arzttermine … aber es ließ mich auch nicht ganz los. Letzte Woche plötzlich, wollte ich es unbedingt wissen und rief die Freundin meiner Schwester an und dabei löste sich auch gleich das eine oder andere Rätsel. 

 

Meine erste Frage war, wie sie wissen konnte, dass sie Endometriose hatte. Sie erklärte mir, dass es ihrer Ärztin nicht mehr gelang, in ihrem Unterleib irgendetwas zu erkennen. Sie erzählte, dass alles nur eine Masse und der ganze Unterleib bis hoch zum Bauchnabel zugewachsen war. Also ganz klar: Endometriose. Da sie ja einen Tag vor der OP nach Hause geschickt wurde, kann man sich vorstellen, dass sie sich sehr unwohl fühlte. 

 

Zu Hause erinnerte sie sich an die Empfehlung ihres anderen Arztes, der auch alternativ eingestellt ist. Der behandelt ihre Zyste im Auge und empfahl Serrapeptase. Sie begann mit der Einnahme von Serrapeptase (10000 IU). Sie nahm jeweils 30 Minuten vor dem Essen früh und abends eine Kapsel. Nach einer Weile war die Zyste in ihrem Auge verschwunden. Die eigentliche Überraschung kam drei bis vier Monate später, bei der nächsten Untersuchung bei ihrer Frauenärztin. Eigentlich wollte die mit ihr die verschobene OP planen, aber es kam anders. Im Ultraschall waren wieder alle Organe sichtbar und die Zyste im Unterleib hatte sich nicht verändert, blieb bei 4 cm. 

 

Dadurch hat sie herausgefunden, dass dieses Enzym tatsächlich Gewebe, was gewuchert ist, auflösen kann. Und, ihr Lieben, deshalb berichte ich darüber, weil es ein Hauptgrund für Operationen bei uns ist. Natürlich kann es keine Endometrioseherde beseitigen und keine Endometriose heilen, aber es beseitigt wahrscheinlich Verwachsungen, was ja nun schon viel helfen würde.

 

Noch eine Bitte zum Schluss: Nehmt es nicht ohne Absprache mit eurem Arzt! Warum? Weil es auch Nebenwirkungen hat, es wichtig ist, sich langsam, mit dem Arzt als Begleitung, heranzutasten. Es wirkt zum Beispiel leicht blutverdünnend, also unpraktisch, wenn gerade die Periode zu Gast ist. 

 

Passt auf euch auf! Bis demnächst - Eure Mirali (Ende Oktober 2020)